Spielberichte
16. Spieltag
USV TU Dresden : HSG Weißeritztal I 41:19 (26:7)
In der Regionsoberliga Sachsen-Mitte stand für die Frauen der HSG Weißeritztal I am vergangenen Wochenende das Auswärtsspiel beim direkten Tabellennachbarn, dem USV TU Dresden, auf dem Programm.
Schon das nackte Endergebnis von 43:26 (20:16) zeigt deutlich: Den Start nach der Winterferienpause hatte man sich im Weißeritztal definitiv anders vorgestellt.
Man weiß gar nicht so recht, wie man beginnen soll – zusammenfassend bleibt vor allem ein Gefühl von Enttäuschung und Frust. Doch von Beginn an:
Allen war bewusst, dass es kein einfaches Spiel werden würde, hatte man das Hinspiel nur knapp für sich entscheiden können. Beim Blick in die Gesichter vor Anpfiff sah man aber Motivation und
Kampfgeist – die Voraussetzungen stimmten.
Die Partie begann als fairer Schlagabtausch. Beide Mannschaften erkämpften sich Tor um Tor, kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Bis zur 24. Spielminute blieb es ein ausgeglichenes Spiel,
der Vorsprung betrug maximal zwei Treffer. Dennoch zeigte sich in entscheidenden Situationen deutlich, dass die Dresdnerinnen frischer und dynamischer agierten. Das Spiel der Weißeritztalerinnen
wirkte dagegen schwerfälliger.
In der Abwehr fehlte häufig der entscheidende Zugriff um die wendigen Angreiferinnen des USV zu stoppen. Im Angriff unterliefen zu viele einfache technische Fehler, die den Gastgeberinnen immer
wieder in die Karten spielten. Ballverluste wurden konsequent mit Tempogegenstößen bestraft. So ging es mit einem 20:16-Rückstand in die Halbzeitpause – ein Ergebnis, bei dem man merkte, dass die
Handbremse noch nicht wirklich gelöst war.
In der Halbzeitpause wurde genau das klar angesprochen. Wollte man das Spiel noch drehen, musste sich die Präsenz auf dem Feld deutlich verändern. Mehr Mut, mehr Tempo, mehr Entschlossenheit –
darin waren sich alle einig.
Leider zeigte der weitere Spielverlauf, dass genau diese Präsenz nicht gefunden wurde. Das Spiel der HSG wirkte weiterhin blockiert. In der Defensive fehlte zu oft der Zugriff, im Angriff agierte
man zu verkopft, zu langsam, zu statisch. Hinzu kamen falsche Entscheidungen in entscheidenden Momenten. Währenddessen zog der USV Tor um Tor davon, blieb seinem dynamischen Spiel treu und nutzte
die sich bietenden Räume konsequent. Lediglich zehn eigene Treffer in der zweiten Halbzeit sprechen eine deutliche Sprache. In Summe blieb der Auftritt der Weißeritztalerinnen deutlich hinter
ihren eigenen Möglichkeiten zurück.
Am Ende steht ein 43:26 auf der Anzeigetafel – für unseren Geschmack definitiv ein zu hoher Endstand, aber letztlich verdient. Das tut weh.
Was bleibt? Abhaken und weitermachen. Diese Leistung entspricht nicht unserem eigenen Anspruch. Es braucht Zeit, das zu verarbeiten – aber genauso braucht es jetzt die innere Motivation, die
wieder nach außen getragen werden muss. Gemeinsam als Kollektiv auf dem Feld stehen, in jeder Situation und um jeden Ball kämpfen und das Herz wieder sichtbar auf der Platte tragen – das ist der
Weg.
Unser nächstes Spiel findet am Samstag, den 07.03.2026 um 18:30 Uhr in der Saubachtalhalle in Wilsdruff gegen den VfL Meißen III statt. Bereits um 16:30 Uhr spielt unsere 2. Frauenmannschaft
gegen die Damen der SG Dresdner Bank.
Gerade in schwierigen Phasen brauchen wir eure Unterstützung umso mehr. Wir freuen uns über jeden einzelnen Fan in der Halle – lasst uns gemeinsam wieder spannendere und leidenschaftlichere
Spiele erleben.
Mit Zuversicht und neuer Kraft auf das, was man gemeinsam schafft. HSGW olé!
HSGW mit: Katja Hofmann (Tor), Josie Groß (Tor); Hannah Schenk, Helene Mühle (1), Alexandra Horn (8), Sandra Kunath (4/4), Nicole Horn (3), Olivia Prüfer, Maxi Baumgart (6), Elina Kurze, Carolin Golenia (2), Anja Braune (2), Katja Schwabe;
Jörg Ulke (MV), Michael Kühn (TR), Annelie Stange (Off.)
Wir suchen und freuen uns immer über:
Bei Interesse einfach eine E-Mail schicken oder gleich mal direkt beim Training vorbeischauen.