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Spielberichte


15. Spieltag

 

SSV Lommatzsch : HSG Weißeritztal I     41:19 (26:7)

  

Mit gemischten Gefühlen reiste die HSG Weißeritztal I zum Auswärtsspiel gegen den SSV Lommatzsch. Personell stark geschwächt durch Krankheiten und Verletzungen im Stammkader sowie ohne die beiden hauptverantwortlichen Trainer stand die Partie von Beginn an unter schwierigen Vorzeichen. Erschwerend kam hinzu, dass auch der Ersatztrainer an diesem Tag nicht auf der Bank Platz nehmen konnte, da er als Schiedsrichter einspringen musste – es waren keine offiziellen Unparteiischen angesetzt. Mannschaftsverantwortlicher Jörg Ulke war demnach noch als einziger offizieller Vertreter auf der Bank verblieben. Umso größer ist der Dank an die Unterstützung aus der zweiten Mannschaft, die unter diesen Umständen mit nach Lommatzsch gereist ist und die HSGW I tatkräftig unterstützte. 

Trotz dieser alles andere als optimalen Ausgangslage wollte man das Spiel nicht kampflos herschenken. Die Motivation war da, den aktuellen Tabellendritten zumindest ein wenig zu ärgern – wohl wissend, dass es dafür eine absolute Glanzleistung gebraucht hätte.
Doch der Start verlief denkbar ungünstig. Lommatzsch spielte von Beginn an seine Klasse aus und überrannte die HSG mit einer schnellen zweiten Welle. Bereits nach acht Minuten sah man sich beim Stand von 7:2 zu einer frühen Auszeit gezwungen. Es wurden Absprachen für das Angriffsspiel getroffen und die Abwehr sollte stabiler stehen – doch was danach folgte, ist kaum in Worte zu fassen und ließ jedes Weißeritztaler Handballherz bluten.
Es funktionierte schlichtweg nichts. Einfache Abspielfehler, ungenaue Pässe, kein Zugriff in der Abwehr und selbst die wenigen herausgespielten Torchancen fanden viel zu selten den Weg ins Netz. Entweder scheiterte man an der gegnerischen Torhüterin oder der Ball landete nach Abprallern in den Händen der Lommatzscherinnen. In diesen gebrauchten 30 Minuten war es vor allem Torhüterin Josie Groß, die mit sehenswerten Paraden Schlimmeres verhinderte. Dennoch stand zur Halbzeit ein ernüchterndes 26:7 auf der Anzeigetafel – fassungslos und tief enttäuscht ging man in die Halbzeitpause.

Aufgeben war jedoch keine Option. Auch wenn allen bewusst war, dass dieses Spiel nicht mehr zu gewinnen sein würde, wollte man die zweiten 30 Minuten nutzen, um im Kopf bei 0:0 neu zu starten und sich auf die eigenen Stärken zu besinnen. Ziel war es, zu zeigen, dass diese erste Halbzeit kein Maßstab für das eigentliche Leistungsvermögen der HSG ist.
Und tatsächlich: Die zweite Halbzeit gestaltete sich deutlich ausgeglichener. Die Abwehr stand stabiler, man erkämpfte sich Ballgewinne und kam im Angriff variabler zum Abschluss. Zwar blieb die Treffsicherheit weiterhin unter den eigenen Möglichkeiten, doch die Mädels der HSG gaben sich nicht auf und stemmten sich gegen das Spielgeschehen. Auch Torhüterin Katja Hofmann hat ihr Können in der zweiten Hälfte sehenswert unter Beweis gestellt.
Am Ende musste man sich dennoch klar mit 41:19 geschlagen geben. Ein gebrauchter Tag, mehr lässt sich dazu kaum sagen. Nun heißt es: Mund abwischen, im Training wieder zusammenfinden und die Handballherzen neu entfachen. Auch solche Tage gehören zum Sport dazu – entscheidend ist, wie man mit ihnen umgeht.

Liebe Fans, wir wissen, das war nicht einfach für euch anzusehen. Danke, dass ihr uns dennoch treu unterstützt.

Am nächsten Wochenende hat die erste Vertretung der HSG Weißeritztal aufgrund einer Spielverlegung frei. Auf Handball müsst ihr trotzdem nicht verzichten, denn unsere 2. Mannschaft spielt am Samstag, den 07.02.2026 um 15 Uhr zuhause in der Saubachtalhalle in Wilsdruff gegen den HSV Weinböhla II und freut sich über jede Unterstützung!

Mit Harz und Herz – HSGW olé!

   

HSGW mit: Katja Hofmann (Tor), Josie Groß (Tor); Elina Häsler (2), Sarah Lange, Alexandra Horn (4), Hannah Schenk, Nicole Horn (6/4), Maxi Baumgart (1), Elina Kurze (2), Carolin Golenia (1), Anja Braune (2), Theresa Zaunick (1);

Jörg Ulke (MV)