Spielberichte
13. Spieltag
ESV Dresden II : HSG Weißeritztal I 28:31 (13:15)
Am Sonntag, den 18.01.2026, um 15 Uhr, stand für die Frauen der HSG Weißeritztal I das Auswärtsspiel bei der zweiten Mannschaft des ESV Dresden auf dem Programm. Zuvor hatte bereits die zweite
Vertretung der HSG gegen den ESV Dresden III gespielt und musste sich trotz großem Einsatz leider mit 27:21 geschlagen geben – keine einfache Ausgangslage für den weiteren Nachmittag.
Für die erste Mannschaft rechnete man mit einer Partie auf Augenhöhe, hatte man doch das Hinspiel nur knapp mit einem Tor für sich entscheiden können. Zudem reiste die HSG personell dezimiert an
und einige Spielerinnen hatten durch das vorherige Spiel bereits wertvolle, aber auch kräftezehrende Minuten in den Beinen. Nichtsdestotrotz war das Ziel klar: Mit Mut auftreten und die zwei
Punkte mit nach Hause nehmen.
Der Start in die Partie verlief ausgeglichen. Auf beiden Seiten fielen regelmäßig Tore, während sich die Abwehr der Weißeritztalerinnen zunächst noch finden musste. Mit zunehmender Spielzeit
gelang es jedoch, einige Bälle in der Defensive zu erobern und über ein schnelles Konterspiel zum Erfolg zu kommen. Einen entscheidenden Anteil daran hatte Torhüterin Katja Hofmann, die sich früh
als sicherer Rückhalt im Tor der HSG präsentierte.
Mitte der ersten Halbzeit konnte sich Weißeritztal erstmals entscheidend absetzen. Beim Stand von 6:8 zündete die HSG den Turbo und legte einen 0:5-Lauf hin. Besonders Alexandra Horn glänzte in
dieser Phase auf der linken Außenbahn und erzielte allein vier dieser fünf Treffer. Ärgerlich blieb jedoch, dass man diesen hart erarbeiteten Vorsprung nicht mit in die Halbzeitpause nehmen
konnte. Das Angriffsspiel wirkte phasenweise zu statisch, zudem forderte das sehr körperliche und intensive Spiel spürbar seinen Tribut. So kämpfte sich der ESV bis zur Pause wieder auf 13:15
heran.
In der Halbzeitpause lobte Trainer Michael Kühn den starken Kampfgeist seiner Mannschaft und forderte, weiterhin konsequent Druck auf die Lücken auszuüben. Vor allem die gut aufgelegten
Außenspielerinnen sollten auch in der zweiten Halbzeit verstärkt in Szene gesetzt werden.
Mit neu gesammelten Kräften ging es zurück aufs Parkett, doch der erhoffte Auftakttreffer blieb aus. Stattdessen verkürzte der ESV zunächst auf 14:15 und glich in der 35. Spielminute erstmals
wieder zum 16:16 aus. Die Folge: Auszeit Weißeritztal. Neu sortieren, neu fokussieren – und weiter geht’s.
Die Ansprache zeigte Wirkung, denn die Mädels der HSG gingen entschlossen in die Tiefe und erarbeiteten sich vier Siebenmeter in Folge, von denen Manja Schulze drei sicher verwandelte. Beim Stand
von 17:19 blieb es jedoch weiterhin ein harter Schlagabtausch. In der 47. Spielminute gelang den Gastgeberinnen erneut der Ausgleich zum 22:22. Das Angriffsspiel der Weißeritztalerinnen wirkte
nun etwas blockiert, zudem ließ die Treffsicherheit zeitweise nach. Geduld, Zuversicht und Mut nach vorn waren jetzt gefragt.
Bis zur 56. Spielminute und dem Spielstand von 27:27 blieb es hochspannend – nichts für schwache Nerven. Dann kippte das Momentum zugunsten der HSG Weißeritztal. Starke Paraden von Torhüterin
Josie Groß gaben dem Angriffsspiel neuen Schwung, der konsequent genutzt wurde. Mit einem beeindruckenden 0:4-Lauf setzte sich Weißeritztal auf 27:31 ab. Zwar gelang dem ESV noch ein weiterer
Treffer, doch der verdiente Auswärtssieg war den Gästen nicht mehr zu nehmen.
Nach diesem extrem körperlichen und kräftezehrenden Spiel fielen sich die Weißeritztalerinnen erschöpft, aber überglücklich in die Arme. Was für ein Willenskampf – und was für zwei wichtige
Punkte!
Bereits am Samstag, den 24.01.2026, geht es weiter: Dann empfängt die HSG Weißeritztal I die Sportfreunde 01 Dresden II. Anpfiff ist um 18 Uhr in der Saubachtalhalle Wilsdruff.
Ein großes Dankeschön geht an alle mitgereisten Fans, die das Team lautstark unterstützt und immer wieder nach vorn gepusht haben. Wir zählen auch im Heimspiel wieder auf euch!
Sieg im Gepäck, Fokus bleibt – nächste Woche sind wir wieder bereit! HSGW olé!
HSGW mit: Katja Hofmann (Tor), Josie Groß (Tor); Elina Häsler (1), Helene Mühle (1), Alexandra Horn (7), Nicole Horn (2), Annelie Stange (3), Elina Kurze (3), Carolin Golenia (4), Anja Braune (3), Manja Schulze (6/5), Marion Geidel (1);
Jörg Ulke (MV), Michael Kühn (TR)
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