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HSG Weißeritztal : SSV Heidenau II     33:19 (14:7)

 

Zum ersten Mal seit dreieinhalb Jahren haben die Handballfrauen der HSG Weißeritztal das Landkreisderby gegen die zweite Mannschaft des SSV Heidenau für sich entschieden. Im Bezirksliga-Duell in Wilsdruff behielten die Gastgeberinnen deutlich mit 33:19 (14:7) die Oberhand. Der Sieg war auch in der Höhe verdient. Die HSG belegt nach zwei Erfolgen in zwei Saisonpartien hinter Spitzenreiter Radebeul und Aufsteiger HC Sachsen Neustadt-Sebnitz II den dritten Rang. Heidenau ist nach der zweiten Niederlage Neunter.

 

Weißeritztal war allerdings mit voller Ersatzbank zu dem Derby gegen den Vize-Bezirksmeister der Vorsaison angetreten. Das Team von Trainer Michael Kühn profitierte dann davon, dass Heidenau nur mit sieben Spielerinnen angereist war. "Derzeit ist das die Seuche, berufs- und verletzungsbedingt gibt es sowohl in unserer ersten als auch in der zweiten Mannschaft mehrere Ausfälle", erklärt Bernd Heinze vom SSV. "Absagen wie die erste Partie wollten wir nicht erneut. Denn bei drei Spielabsagen wird man vom Spielbetrieb ausgeschlossen. Und man weiß nie, was noch so kommt im Laufe einer Saison." Daher die Entscheidung, trotz dezimierten Kaders mit nur einer Torfrau und sechs Feldspielerinnen in Wilsdruff anzutreten. Jedoch hielt Heidenau anfangs noch gut mit. Weißeritztal verpasste es, seine Tormöglichkeiten effektiver zu nutzen. Nach dem 3:3 gingen die Gäste sogar in Führung. Nach etwa einer Viertelstunde lag die SSV-Reserve mit 6:4 vorne.

 

Es folgte eine Auszeit, nach der Trainer Kühn durchwechselte. " Es lief eigentlich gut, das Spiel der Mädels war bis dahin in Ordnung. Doch die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig, da fehlte die letzte Präzision", so der HSG-Coach. "Es gab fünf, sechs Pfosten- oder Lattentreffer. Im weiteren Spielverlauf lief es aber immer besser für uns."  Die Abwehr der Gastgeberinnen stand immer besser. Und vorne wurden die Chancen genutzt. Torfrau Sophia Manthey hielt stark, leitete auch den einen oder anderen Konter ein. Die Gäste trafen indes nur noch einmal bis zur Pause. Die Folge: Weißeritztal führte zur Halbzeit mit 14:7.

 

Auch nach dem Seitenwechsel ließ die HSG nichts mehr anbrennen. Weißeritztal profitierte davon, dass bei den Gästen, die nicht auswechseln konnten, die Kräfte immer mehr schwanden. Über die Spielstationen 19:10, 27:12 und 30:16 behielt Weißeritztal so deutlich wie nie zuvor in einem der oft engen Kreisderbys die Oberhand.

 

"Wir haben eigentlich von Beginn an versucht, das Tempo hochzuhalten und gewusst, dass heute viel über die Kondition entschieden werden kann", erklärte Doreén Klein von der HSG. "Dass wir jetzt mit zwei Siegen in die Saison gestartet sind, gibt erst einmal Sicherheit, aber es ist uns auch klar, dass wir beide klaren Siege gegen ersatzgeschwächte Teams geholt haben."

 

Bei Weißeritztal hatten sich zudem einmal mehr fast alle Spielerinnen in die Torwerferliste eintragen können - Mandy Ulbricht war dabei mit sieben Treffern am erfolgreichsten. "Jede, die reingekommen ist in die Partie, war sofort da. Es gab keinen Bruch im Spiel", freute sich Kühn. "Die Mädels haben sich heute selbst belohnt." Einziger Wehrmutstropfen: Sandra Kunath hatte sich siebenMinuten vor Schluss bei einer Aktion in der Abwehr das Knie verdreht. Sie musste verletzt raus und fehlt sehr wahrscheinlich auch beim nächsten Spiel am kommenden Sonntag bei Weinböhla II. "Hoffentlich ist es kein Kreuzbandriss", bangt Kühn. "Wie schwer sie verletzt ist, steht momentan noch nicht fest."

(sz)

 

HSGW mit: Katja Hofmann, Sophia Manthey (beide Tor); Doreén Klein (2), Anne Ludewig (4), Alexandra Horn (2), Sandra Kunath (2), Nicole Horn, Annelie Stange (5), Mandy Ulbricht (7), Anja Braune (6/3), Manja Schulze (2), Madlen Mieth (3);

Michael Kühn (Trainer), Simone Hoffmann (Co-Trainerin), Jörg Ulke (MV)