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1. Frauen


Spielberichte


12. Spieltag

 

HSG Weißeritztal I : HC Großenhain     26:26 (12:16)

  

Zum ersten Heimspiel im neuen Jahr empfingen die Frauen der HSG Weißeritztal I am Samstag, den 10.01.2026, den HC Großenhain. Anpfiff war um 17 Uhr – und trotz eisigem Schneetreiben draußen war die Halle gut gefüllt. Der Spielplan war klar: Die Mädels aus dem Weißeritztal hatten sich viel vorgenommen, schließlich war aus dem knapp verlorenen Hinspiel noch eine Rechnung offen. Mit großer Vorfreude wollte man das heimische Parkett ordentlich einheizen.

Der Start ins Spiel gestaltete sich jedoch holprig. Die HSG schien sich zunächst vorsichtig an die Gäste heranzutasten. In der Abwehr agierte man zu verhalten, im Angriff fehlte es an Durchschlagskraft und Konsequenz. So sehr man sich auch gegenseitig motivierte – der Motor der Weißeritztalerinnen wollte einfach nicht richtig warmlaufen. Zwar stabilisierte sich die Defensive im Verlauf der ersten Halbzeit etwas, blieb aber in Summe weiterhin zu zaghaft. Im Angriff erspielte sich die HSG immer wieder gute Chancen, doch diese fanden viel zu selten den Weg ins Tor. Stattdessen scheiterte man ein ums andere Mal ärgerlich am Aluminium oder der Torhüterin des HC. Insgesamt standen zur Pause satte 20 Fehlwürfe zu Buche – ein Wert, der für großen Frust sorgte. Es schien an diesem Tag einfach der Wurm drin zu sein, denn auch im eigenen Tor konnte man leider nicht recht glänzen. Der Halbzeitstand von 12:16 war das Ergebnis all dieser ärgerlichen Umstände.

In der Kabine wurden klare und emotionale Worte gefunden – Fehlwürfe abstellen, das ist und bleibt das A und O. Doch auch in der zweiten Halbzeit änderte sich an dieser Problematik leider wenig. Das Spiel der Weißeritztalerinnen wirkte weiterhin blockiert, der erhoffte Flow wollte einfach nicht aufkommen. Aus guten Einzelaktionen entstanden erneut aussichtsreiche Chancen, die jedoch zu selten mit einem Tor belohnt wurden. Auch bei den 7m-Versuchen konnte man keine Erfolge erzielen. Spielkombinationen wurden zu selten genutzt, es fehlte an allen Ecken und Kanten an Stabilität und Kontinuität.
Ein Blick in die Gesichter der Spielerinnen verriet viel: Unverständnis darüber, warum an diesem Tag einfach nichts so recht gelingen wollte. Was man der Mannschaft jedoch hoch anrechnen muss – zu keiner Zeit wurde aufgegeben. Jede Spielerin fand motivierende Worte für die andere, es wurde um jeden Ball gekämpft.
Besonders die letzten zehn Minuten hatten es dann in sich. Spürbar war: Die HSG hatte den Glauben trotz der Widrigkeiten noch nicht verloren, dieses Spiel doch noch drehen zu können. Diese Schlussphase wirkte wie eine kleine Zündung. Die Abwehr agierte nun deutlich kompakter, auch das Angriffsspiel gewann an Stabilität. Die Mädels kämpften sich von einem 4-Tore-Rückstand heran und es gelang tatsächlich, zu Beginn der 60. Spielminute der Anschlusstreffer zum 25:26 zu erzielen. Kurz darauf erkämpfte man sich mit einer cleveren Abwehraktion erneut den Ball, ehe Anja Braune 7 Sekunden vor dem Abpfiff den umjubelten Ausgleich zum 26:26 erzielte – der gleichzeitig den Endstand markierte.

Unterm Strich überwiegen gemischte Gefühle. Auf der einen Seite ist man glücklich, den Ausgleich noch geschafft und damit einen Punkt gerettet zu haben. Auf der anderen Seite bleibt großer Frust, denn an diesem Tag wäre definitiv mehr drin gewesen. Warum im neuen Jahr offenbar noch niemand so recht aus dem Winterschlaf erwacht war, bleibt offen. Doch ein Punkt ist ein Punkt – und den nimmt man mit. Die Chancenverwertung wird ein ganz klarer Ansatzpunkt für die kommenden Spiele sein.

Ein großes Dankeschön geht an alle Fans, die trotz winterlicher Bedingungen den Weg in die Halle gefunden und uns unterstützt haben!
Weiter geht es für die Frauen der HSG Weißeritztal I am 18.01.2026 um 15 Uhr auswärts in der Lok-SH Dresden gegen den ESV Dresden II. Unsere zweite Frauenmannschaft spielt direkt zuvor um 13 Uhr gegen den ESV Dresden III. Beide Teams freuen sich auf eure Unterstützung!

Mit neuem Mut, Zielwasser und dem nötigen Glauben gemeinsam die nächsten 2 Punkte rauben! – HSGW olé!

  

HSGW mit: Josie Groß (Tor); Elina Häsler (1), Helene Mühle, Alexandra Horn (5), Sandra Kunath (3), Nicole Horn (6), Annelie Stange (4), Hannah Schenk (1), Elina Kurze, Carolin Golenia (2), Anja Braune (2), Manja Schulze (2);

Jörg Ulke (MV), Simone Hoffmann (TR), Mandy Ulbricht (Off.)